Pressemitteilung
Sehr geehrte Damen und Herren,
Angesichts der jüngsten militärpolitischen Entwicklungen und nach dem fürchterlichen Massaker in Paris ruft ein Bündnis von Osnabrücker zivilgesellschaftlichen Organisationen (Remarque Gesellschaft, Hans Calmeyer Initiative, Friedensaktionsbündnis FAB, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten VVN/BdA, attac, Amnesty Gruppe Osnabrück, Osnabrücker Friedensinitiative OFRI) die Menschen unserer Stadt dazu auf, sich zum Frieden und gegen den Krieg zu bekennen. Die aufgeführten Organisationen mit den persönlichen Erstunterzeichnern Harald Klausing, Lioba Meyer und Reinhold Mokrosch und anderen bitten darum, an einer Aktion unter der Losung „Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen – in der Friedensstadt Osnabrück für den Frieden aufstehen“teilzunehmen. Wir bitten also die Menschen darum, durch Teilnahme an einem Flash-Mob auf dem Nikolaiort am Montag, 14. Dezember, um 18.00 Uhr für ca. eine halbe Stunde ihre Vorbereitungen auf die Weihnachtszeit zu unterbrechen.
Die Ziele der Aktion entnehmen Sie bitte dem anhängenden Aufruf. In einem ebenfalls anhängenden Flyer werden wichtige Ansätze erläutert, um eine Lösung dieses Krieges vor seiner völligen Unkontrollierbarkeit und relativ friedlich herbei zu führen. Das „Bündnis gegen Fluchtursachen“ wird im Rahmen einer längeren Kampagne zuerst einmal bis Ende Januar 2016 seine Ziele in Osnabrück verbreiten.  Wir empfehlen hier besonders den Abschnitt „Die Anschläge von Paris – neue Friedensordnung nötig und kein neuer Wahnsinn a la Bush II“.  
„Krieg ist die ultima irratio“ – dieses kluge Wort Willi Brandts zum Ostwest-Konflikt gewinnt im so genannten „war on terror“ unter Bush II auch nach ihm eine neue hochaktuelle Bedeutung: Wer die Entstehung der fürchterlichen Hydra IS nach 09/11 2001 in New York und nach Afghanistan- und Irak-Krieg unvoreingenommen und von den Tatsachen her beurteilt, muss die Fortsetzung dieses Weges in diesen Tagen, nun auch noch mit deutscher Beteiligung, ablehnen: Alles wird dadurch nur noch schlimmer für die Menschen in diesen destabilisierten Staaten – und die Gewalt wird dadurch unweigerlich noch mehr in die Zentren Europas und auch Deutschlands hinein getragen.
„Dem Krieg entgegen treten“, wie es im Aufruf heißt – das steht der Friedensstadt gut zu Gesicht. Auf dem Nikolaiort wird es am 14. Dezember am Rande zu einer spektakulären und natürlich friedlichen Aktion kommen.

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