Pressemitteilung der Fridays for Future Osnabrück zur Sitzblockade auf dem Wall am 29.11.

Sehr geehrte Damen und Herren, hier ein erstes Pressestatement der Fridays for Future Ortsgruppe zum 29.11.: 


Ziviler Ungehorsam ist ein Bestandteil lebendiger Demokratie! Zum zivilen Ungehorsam gehören u.a. Streiks aber auch Sitzblockaden. Dabei darf ziviler Ungehorsam nie willkürlich sein sondern muss immer als strategisches Mittel angewendet werden, wenn es absolut notwendig ist. In den letzten 40 Jahren wurden alle anderen Wege ausgeschöpft und unsere Zukunft steht immer noch auf dem Spiel. Das Zeitfenster, in dem wir noch etwas ändern können, schließt sich genau jetzt. Daher forden wir mit allen anderen Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung: #NeustartKlimaDie Klimapolitik muss jetzt ernsthaft und mutig verbessert werden, alles andere ist verantwortungs- und rücksichtslos. Am 29.11. haben sich einzelne Aktivisti der Klimagerechtigkeitsbewegung für eine Blockade der Kreuzung zur Martinistraße entschieden.Fridays for Future steht ebenfalls für Klimagerechtigkeit und ist solidarisch mit jeder Person, die friedlich gegen die katastrophale Politik angesichts der Klimakrise protestiert.


Rückfragen gerne an die Mailadresse: fridaysforfutureos@gmail.com

Demo 12. März. Plätze und Strassen gehören den Menschen: FÜR EINE AUTOFREIE INNENSTADT

Der Auto- und LKW-Wahn regiert die Stadt: trotz übermäßiger Belastung durch Feinstaub und Stickoxide (was besonders bei Kindern zu Atemwegserkrankungen führt), trotz mehrerer getötete Radfahrer_innen pro Jahr, trotz des Straßenverkehrs der riesige Flächen einer kooperativen Nutzung durch alle Einwohner_innen entzieht.
Jahrelange Proteste haben nicht dabei geholfen, dass LKWs den schnellsten Weg raus aus der Stadt nehmen. Für ein bisschen mehr Profit fahren sie quer durch die Innenstadt, stellen eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer_innen dar und tragen zur Luftverschmutzung bei.
Die Autolobby bekämpft jeden, für die Allgemeinheit nützlichen Fortschritt. z.B. Busspuren und Ampelvorrangsschaltungen für Busse. Die Grünphase der Ampeln für Fußgänger_innen wird nicht nach deren Bedürfnissen berechnet, sondern nach dem Durchfluss des motorisierten Verkehrs – Ältere, Kinder und Menschen mit Behinderungen sind gefährdet.
Auch deshalb ist Osnabrück in Sachen Modal Split (Aufteilung nach Verkehrsarten) furchtbar rückständig. Der ÖPNV müsste ausgebaut und langfristig kostenlos werden, Radler_innen sollten eigene Spuren und Wege erhalten.
Aber stattdessen tobt der autofahrende Mob sich wieder am Neumarkt aus, womit die Innenstadt sauber in zwei Teile geteilt wird. Die Parteien im Rat beeilten sich, einem Beschluss eines Gerichts zu folgen und öffneten den Neumarkt wieder für den motorisierten Individualverkehr, nachdem die Sperrung monatelang einigermaßen funktioniert hatte (wenn nur nicht die ganzen LKWs auf dem Wall wären…). Jede, noch so vernünftige Einschränkung, gilt diesen PS-Wahnsinnigen als Stalinismus.
Wir Einwohner_innen Osnabrücks dürfen uns diesen Verkehrswahnsinn nicht länger gefallen lassen. Uns gehören die Plätze und Straßen, nicht den Blechlawinen.
GEGEN DEN AUTOMOBILEN WAHN!

https://www.facebook.com/events/819472171531596/

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