24. April 2025. Veranstaltung „Osnabrücker Ermutigung“

Viel zu viele Menschen suchen bezahlbaren Wohnungen. Ihr Versprechen, sozialen Wohnungsbau zu fördern, hat die Politik seit Jahrzehnten nicht eingehalten. Wohnraum in Deutschland ist weiterhin extrem ungleich verteilt. Gleichzeitig verursacht der Bau- und Gebäudesektor einen erheblichen Anteil der CO2-Emissionen. Aber steigende Temperaturen belasten auch die Beschäftigten auf den Baustellen. Müssen wir uns also zwischen einer sozial gerechten Wohnungs- und Baupolitik und einer ambitionierten Klimapolitikentscheiden?
“Nein!”, sagt Anton Brokow-Loga, der aus einer wachstumskritischen Perspektive problematisiert, wie ökologische und soziale Aspekte durch die gegenwärtige Wohnungs- und Baupolitik gegeneinander ausgespielt werden. Auf Grundlage dieser Kritik skizziert er Ideen und Transformationspfade für einen sozialen, ökologoschen und demokratisch gestalteten Umbau der Bau- und Wohnwirtschaft. Was diese Vorschläge für Osnabrück bedeuten, möchten wir im Anschluss mit wichtigen Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutieren.
24. April 2025 | 18 Uhr
Katholische Familienbildungsstätte
Große Rosenstraße 18 | Osnabrück
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Anmeldung bis zum 17. April 2025
Die Teilnahme ist kostenlos.
PROGRAMM
18:00 Uhr: Beginn der Veranstaltung
Vortrag: Umbau statt Neubau – Für eine sozialökologische Wende in der Wohnungspolitik
Referent: Anton Brokow-Loga, M.Sc., Stadt- und Transformationsforscher, Bauhaus-Universität Weimar
Podiumsdiskussion: Wohnen und Bauen in Osnabrück – heute und in Zukunft
mit:
Carolin Lauhoff, Geschäftsführung, Stephanswerk Osnabrück
Anton Brokow-Loga M.Sc., Bauhaus-Universität Weimar
Wolfang Kuhn, Gewerkschaftssekretär IG BAU Osnabrück
Carsten Wanzelius, Vorstandsmitglied Mieterverein Osnabrück
Thimo Weitemeier, Stadtbaurat, Stadt Osnabrück
Moderation: Stefan Wöstmann, KAB
20:30 Uhr: Ende der Veranstaltung
Wem gehört Osnabrück?“ – Warum das Eigentum an Bauland so wichtig ist –
Am 21. Januar 2019 um 18:00 Uhr lädt ein Team der „Osnabrücker Ermutigung“ zu Filmszenen und anschließender Diskussion in das Osnabrücker Gewerkschaftshaus ein.
Überall in Deutschland fehlt es bezahlbarem Wohnraum, auch in Osnabrück. Wohnen ist zum Geschäft geworden, mit dem viel Geld verdient wird. Es muss gebaut werden – und es wird gebaut. Die Fläche, auf der gebaut wird – das Bauland – ist zum begehrten Objekt geworden. Die Nachfrage steigt, die Preise explodieren, es wird spekuliert.
Auf teurem Bauland kann kein bezahlbarer Wohnraum entstehen – ein Teufelskreislauf?
In vielen Städten wird darüber heftig diskutiert. Zahlreiche Kommunen haben bereits reagiert und vergeben Grundstücke nur noch auf Basis von Erbbauzins. Liegt hier die Lösung? Mit ausgewählten Filmszenen, welche die Baulandproblematik analysieren und Lösungsansätze präsentieren, wollen wir zu einer konstruktiven Diskussion über den öffentlichen oder privaten Besitz von Grund und Boden und dessen Nutzung anregen.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung. Diese ist auch online möglich.