Osnabrück läuft für den Frieden:

Großer Charitylauf zugunsten ukrainischer Flüchtlingsfamilien

Jeder Verein, jede Organisation, jede Schule, jedes Unternehmen und alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, beim mutmaßlich größten Sponsorenlauf der Stadtgeschichte mitzumachen. Vom 26. März bis 2. April 2022 können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Woche lang laufen wo, wann und sooft sie wollen. Jeder Kilometer wird durch die App „Held für die Welt“ gezählt und ausgewertet. Mit den eingesammelten Spenden werden schwerpunktmäßig geflüchtete Kinder und Frauen aus der Ukraine unterstützt, die durch den Krieg und die Vertreibung alles verloren haben. Veranstalter des Sponsorenlaufs sind die Sport mit Herz-Stiftung aus Osnabrück und die Kinderhilfe global e.V. aus Wallenhorst.

Mitinitiator Jens Blackstein ist von der Idee überzeugt: „Wir alle sind tief betroffen vom Leid der ukrainischen Bevölkerung. Der Lauf ermöglicht es, aufzustehen und sich für die gute Sache in Bewegung zu setzen. Ich freue mich auf einen tollen Startschuss am 26.03. ab 9:00 Uhr am Sportclub an der Hiärm-Grupe-Strasse, den wir mit Live-Musik, Grillständen und Co. gebührend einläuten werden. Da jedoch keine Parkplätze vorhanden sind, bitten wir um Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Nähere Infos zur Sponsorenlauf-App finden Sie unter www.heldfuerdiewelt.de.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Veranstalter der Sport mit Herz-Stiftung, Tel. 0541- 760 60 60 sowie der Kinderhilfe global e.V., Tel. 05407 – 345 95 80 gern zur Verfügung.

Direkte Spenden gehen unter dem Stichwort „Osnabrück läuft“ an die:

Kinderhilfe global e.V.

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN DE39 2512 0510 0001 7986 01

BIC: BFSWDE33HAN

Webseiten der Organisatoren: www.sport-mit-herz-stiftung.dewww.kinderhilfe-global.de

Wir zählen jeden Schritt – und auf Ihre Unterstützung.

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Weitere Informationen zu der Veranstaltung können Sie dem Anhang entnehmen.

Die Waffen nieder! Aufruf zur Antikriegskundgebung – Mittwoch / 30. März 2022/ 18 Uhr/Domvorplatz Osnabrück

220330-Kundgebung-Ukraine

Weitere Friedensaktivitäten von OFRI, DGB und Pax Christi geplant

11.3.2022

Osnabrück – Was können wir in Osnabrück weiter tun, um zu einer kritischen Auseinandersetzung gegenüber dem Krieg in der Ukraine beizutragen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Treffens von Osnabrücker Friedensinitiative (OFRI), Pax Christi und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB).

Neben der einhelligen Verurteilung der russischen Invasion und des Krieges in der Ukraine, wurde der Blick auf die Planungen für 2022 gerichtet.

Zustimmung fand die Anregung des DGB, öffentlich mit denen zu sprechen, die gegen Kriegsrhetorik, Vertreibung und Gewalt aktiv sind. Fundierte Meinungen und Erfahrungen aus Osnabrück statt unbestätigter Nachrichten und Spekulation. Auf Vorschlag der OFRI soll z.B. auch der Schritt von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren, als sich dem Krieg entziehende Menschen, erörtert werden. Neben der Thematisierung der Lage vom Krieg betroffener Menschen soll begonnen werden, den Blick über die aktuelle Situation hinaus zu richten.

Dazu wird für Mittwoch, dem 30. März 2022 um 18 Uhr eine Veranstaltung in der Osnabrücker Innenstadt vorbereitet.

Die OFRI wird den Ukraine-Krieg zum Schwerpunkt ihres diesjährigen Ostermarsches am 16. April 22 machen. Um 11 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Theater stattfinden. Anschließend ist eine Fahrrad-Friedensfahrt zum Rathaus Hasbergen geplant. Mit Bürgermeister Adrian Schäfer wird über die Mitgliedschaft bei Mayors for Peace als Beitrag gegen die Gefahr eines Atomkriegs gesprochen.

Pax Christi diskutiert die Gedanken und Sorgen zu dem Krieg in der Ukraine in den Gruppen und Verbänden, stellt Materialien für z.B. Friedensgebete zur Verfügung und steht als Diskussionspartner bereit.

Vor dem Hintergrund dieses neuen Krieges in Europa wird sich die OFRI u.a. auch mit dem Konzept „Sicherheit neu denken“ befassen. Hierzu liegt die Zusage der Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, Katja Keul, für eine Diskussionsveranstaltung am 25. Mai um 18 Uhr vor. Schon am 25. April um 17 Uhr soll darüber gesprochen werden, wie die Städtepartnerschaft Osnabrück – Twer für Friedenskontakte auf zivilgesellschaftlicher Ebene genutzt werden können.

Für den DGB stehen natürlich der 1. Mai mit einer anschließenden „politischen Maiwoche“ sowie der Antikriegstag am 01.09.22 als Termine fest. In diesen bewährten Formaten werden ebenfalls Auseinandersetzung mit dem Krieg in der Ukraine und seinen Folgen geführt.

OFRI-Vertreter Thomas Müller nannte das Jubiläum „375 Jahre Westfälischer Friede“ im kommenden Jahr als Chance für weitere Akzentsetzungen gegen den Krieg. Er erläuterte, die Friedensstadt Osnabrück sei prädestiniert, alternative Verteidigungskonzepte zur Sprache zu bringen. Hierzu soll ein passender Diskussionsrahmen mit weiteren Kooperationspartnern entwickelt werden.

Stoppt den Krieg – Frieden für die Ukraine und ganz Europa

Angesichts des fortdauernden Krieges in der Ukraine rufen die OFRI (Osnabrücker Friedensinitiative), der DGB und Pax Christi zu einer weiteren Kundgebung mit Schweigemarsch in Osnabrück für Frieden in der Ukraine auf.

Die Kundgebung startet am 5.3.2022 um 12 Uhr vor dem Stadttheater.

Reden: zum Auftakt Thomas Müller (OFRI), zum Abschluss (wiederum vor dem Theater: Nicole Verlage (DGB) + Gerrit Schulte (Pax Christi) – Reden a 5-6 Minuten

Mit Stadt und Polizei abgestimmte Demo-Route: Theatervorplatz – Lortzingstraße – Dielingerstraße  – um das Nicolai-Parkhaus herum – Kamp – Neuer Graben – Hegertorwall – Dielingerstraße – Lortzingstraße – Theatervorplatz.

5-3-22-Kundgebung-Ukraine

Nachfolgend die Erklärung der OFRi vom 24.2.2022 zum Überfall Russlands auf die Ukraine:

OFRI-Ukraine-Stellungnahme-und-Aufruf

Colloquium Dritte Welt – Umwelt und Entwicklung. Fünf Veranstaltungen: „Kein Frieden durch militärische Interventionen in der Dritten Welt“

Aktionszentrum 3. Welt und Volkshochschule Osnabrück in Zusammenarbeit mit: terre des hommes, amnesty international und Buchhandlung zur Heide
Kein Frieden durch militärische Interventionen in der Dritten Welt?

CDW-Plakat_SS_2022-Militaerische-Interventionen-1

Grenzenlose Menschenkette gegen Rechts – Osnabrück (Flash Mob)

A6flyerMenschenketteOsnabrück: 14.30 UHR, zwischen Jürgensort und Nikolaiort
Flash-Mob Menschenkette

Auszug aus der FB-Veranstaltung der bundesweiten Aktion (
https://www.facebook.com/events/1665837103703104/) :

„Der aufkommende Rechtspopulismus, der durch Bündnisse und Parteien wie Pegida oder die AfD verbreitet wird, trifft in besonderem Maße Flüchtlinge. Also Menschen, die fast alles verloren haben. Doch wer nach unten tritt, ist nicht mutig, sondern feige. 

Zum Glück gibt es viele Menschen, die bereits konkrete Initiativen im Sinne einer gelebten Willkommenskultur für Flüchtlinge ergriffen haben. Sie findet in vielfältigem Engagement ihren Ausdruck. Sei es die offene Begrüßung von Flüchtlingen am Tag ihrer Ankunft, das Angebot ehrenamtlicher Sprachkurse in Flüchtlingsheimen, die Begleitung von Flüchtlingen bei Behördengängen oder Angebote wie die Infobörse zu Fördermöglichkeiten und Öffentlichkeitsarbeit für Vereine von und für Migrantinnen und Migranten – hier wird konkret Hilfe geleistet.

Wir müssen gemeinsam deutlich machen:
Der Kampf gegen Rassismus und für eine offene Gesellschaft ist die Aufgabe jeder und jedes Einzelnen von uns!

Sei auch Du ein Teil von gelebter Willkommenskultur und beteidige Dich an der Menschenkette gegen „rechts“. Organisiert wird diese Aktion durch unser Bündnis für Toleranz und Menschlichkeit.

Zeitgleichwerden sich in vielen europäischen Städten ebenfalls Menschenketten zusammenfinden. Gemeinsam werden wir ein Zeichen setzen. Kein Fußbreit den Faschisten. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“

Mahnwache: Ukraine – Gemeinsam mit Russland Frieden schaffen

Die Osnabrücker Friedensinitiative OFRI und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten VVN-BdA laden auf Grund der aktuellen Entwicklung in der Ukraine kurzfristig zu einer Mahnwache ein.

Unter dem Motto: „Ukraine – Gemeinsam mit Russland Frieden schaffen“ treffen wir uns am Donnerstag, den 8. Mai um 18 Uhr am Mahnmal an der Dominikanerkirche (Bierstraße).

Zur weiteren Information über den Konflikt in der Ukraine möchten wir auf diese Erklärung der Osnabrücker Friedensinitiative vom 17. April hinweisen: Link

und auf diese Erklärung:

Wenn erst die Gewerkschaftshäuser brennen …!

Aufruf aus der Friedensbewegung zu Mahnwachen am 8. Mai 2014

Die rechtsradikalen Banden in der Ukraine machen vor nichts halt: Am Freitag wurde in Odessa ein Gewerkschaftshaus abgefackelt, in das sich Menschen vor marodierenden Milizen des „Rechten Sektors“ flüchteten. Mehr als 40 Menschen kamen in den Flammen ums Leben. Die ukrainische Polizei machte nicht einmal den Versuch, die Rechtsradikalen aufzuhalten und den Massenmord zu verhindern. Der Bundesregierung sind die Toten keiner Erwähnung wert. Es waren ja nur „prorussische Demonstranten“, die ums Leben kamen.

Es ist für uns unerträglich mitansehen zu müssen, wie in diesen Tagen antirussische Stimmung in unserem Land gemacht wird.

Der 8. Mai wird traditionell als Tag der Befreiung vom Faschismus begangen. Dieses Datum ist auch untrennbar verbunden mit einer Würdigung der Rolle, welche die Sowjetunion als Teil der Anti-Hitler-Koalition bei der Niederringung der deutschen Aggression spielte. Kein anderes Land der Welt hatte mehr Kriegstote und Zerstörungen zu erleiden.

Vorausgegangen war diesem Krieg die Propagierung eines Feindbildes, das „den Russen“ dämonisiert hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Zeiten des Kalten Krieges die Sowjetunion wieder zum Feind vor allem in der Bundesrepublik Deutschland der Adenauer-Ära erklärt; dieses Feindbild  war bis 1989 eine Art Staatsdoktrin. Mit Erschrecken müssen wir heute feststellen, dass dieses alte Feindbild neu aufgelegt wird, auch mit Vergleichen zwischen Putin und Hitler.

Der Respekt gegenüber den Opfern des zweiten Weltkrieges und des danach geltenden Grundsatzes „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“ erfordert die Zurückweisung einer Propaganda, die an alte „Vorbilder“ anknüpft.

Trotz mancher Kritik an der russischen Politik im Ukraine-Konflikt dürfen wir nicht vergessen, dass die Urheber des Konflikts woanders zu suchen sind. Es waren die EU und die NATO, die mit ihrer Osterweiterung und Einkreisungspolitik Russlands Sicherheitsinteressen angegriffen haben. Und es war der Sturz der Regierung in Kiew, in dessen Gefolge eine von  Rechtsradikalen und neofaschistischen Kräften beeinflusste, extrem antirussische „Übergangsregierung“ die Macht ergriff.

Der 8. Mai 1945 ermahnt uns, nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus zuzulassen. Es ist wieder an der Zeit, an das Prinzip der „gemeinsamen Sicherheit“ im gemeinsamen „Haus Europa“ zu erinnern.  neben dem historischen Gedenken dem Prinzip „Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation“ verpflichtet sehen.

Dieses erfordert:

  • Von der Bundesregierung fordern wir eine Politik zur Deeskalation in der Ukraine und zum Abbau der Spannungen mit Russland, z.B. durch den Stopp aller wirtschaftlichen „Strafmaßnahmen“.
  • Von den Medien in unserem Land verlangen wir eine sachgerechte Berichterstattung und rhetorische Abrüstung.
  • Keine Toleranz gegenüber und keine Zusammenarbeit mit faschistischen Kräften in der Ukraine!
  • Die Einberufung einer europäischen Sicherheitskonferenz unter Einbeziehung der Konfliktparteien könnte eine Vertrauen bildende Maßnahme sein.

 Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation

Bundesausschuss Friedensratschlag

4. Mai 2014

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