
FFF-Demonstration in Osnabrück für den Fortbestand der Energiewende
Fridays for Future Osnabrück ruft für den 24. April um 14 Uhr zu einer
Kundgebung am Platz der Deutschen Einheit vor dem Theater auf. Ab 14:30
Uhr bewegt sich der Demozug u.a. über den Ring und zurück zum Theater.
Unter dem Motto „Der Gas-Lobby in den Weg stellen – Energiewende
zurückholen“ wollen Aktivist*innen gegen fossile Abhängigkeiten und
gegen Rückschritte bei der Energie- und Wärmewende protestieren. Die
lokale Gruppe schließt sich damit dem bundesweiten Aufruf für diesen Tag
an.
„Katherina Reiche und die CDU sind auf dem besten Weg, die Energie- und
Wärmewende in Deutschland zu beerdigen. Was im ersten Moment technisch
klingt, hat große Auswirkungen für uns alle! Als würde es nicht reichen,
dass diese Pläne die Klimaziele faktisch beenden, sorgen diese Pläne für
höhere Mieten und massiver Unsicherheit in der Wirtschaft.”, erklärt
Ella von Fridays for Future Osnabrück. „Statt Lobby-Geschenke für
fossile Konzerne braucht es weiterhin den konsequenten Ausbau von
erneuerbaren Energien, Speichern und nachhaltiger Wärmeversorgung. Nur
so schaffen wir eine klimaneutrale und sozial gerechte Zukunft.“
In den letzten Jahren ging der Ausbau der Erneuerbaren konsequent voran.
Diesen Trend sieht die Klimabewegung durch die neuen Pläne zum
Gebäudeenergiegesetz und dem EEG in Gefahr. Die Klimabewegung warnt
insbesondere vor den wirtschaftlichen Risiken fossiler Energien.
Steigende Gas- und Benzinpreise in internationalen Krisen zeigten in der
Vergangenheit immer wieder und aktuell erneut, wie stark Deutschland von
fossilen Energien und somit von anderen Staaten abhängig sei. Wer
weiterhin auf Gas und andere fossile Energieträger setze, halte Menschen
in einer Kostenfalle und mache Energiepreise dauerhaft unsicher. Beim
Bau von Gaskraftwerken auf den nachhaltigen Umstieg auf Wasserstoff ab
2030 zu verweisen, sei in dieser kurzen Zeit komplett unrealistisch.
Erneuerbare Energien hingegen ermöglichten stabile Preise, stärkten die
Wirtschaft und reduzierten die Abhängigkeit von autoritären Regimen.
„Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind keine Nice-to-haves, sondern
eine politische Pflicht“, so Matthis von Fridays for Future Osnabrück.
„Wenn die Bundesregierung jetzt Rückschritte bei der Energie- und
Wärmewende macht, gefährdet sie sowohl die Klimaziele als auch
bezahlbare Energie für alle. Wer für soziale Gerechtigkeit stehen will,
muss auch für eine bezahlbare und erneuerbare Energieversorgung kämpfen.
Am 24. April gehen wir auf die Straße, weil wir eine Regierung brauchen,
die Verantwortung übernimmt und den Ausbau nachhaltiger Technologien
entschlossen vorantreibt.“
Die Aktivist*innen richten dabei auch klare Forderungen an die
Bundesregierung. Besonders die SPD stehe in der Verantwortung, sozial
gerechten Klimaschutz aktiv voranzubringen und sich innerhalb der
Regierung stärker für eine konsequente Energiepolitik einzusetzen. Die
Klimabewegung fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau der
Erneuerbaren Energien weiter zu stärken und den Bau von Wärmepumpen
weiter zu fördern. Fridays for Future Osnabrück ruft alle Menschen in
Stadt und Landkreis dazu auf, sich der Demonstration anzuschließen und
gemeinsam für eine sozial gerechte und klimaneutrale Zukunft
einzutreten.


Wenn in den letzten Wochen und Monaten über den „Rechtsruck“ in Deutschland gesprochen wird, dann kann und sollte die Diskussion sicherlich nicht ohne eine Auseinandersetzung mit der im November neu gegründeten AfD-Jugend „Generation Deutschland“ geführt werden.
Die „Generation Deutschland“ ist inhaltlich in keiner Weise gemäßigter als ihre Vorgängerorganisation Junge Alternative (JA) – ihre Grundfeste sind Rassismus, Sozialchauvinismus, Antisemitismus und Antifeminismus. Zukünftig will sie professioneller auftreten, sie ist enger angebunden an die Mutterpartei. Gesehen werden müssen die ideologischen wie auch die personellen Kontinuitäten, die Vernetzung mit dem sog. „politischen Vorfeld“, bspw. der faschistischen Kaderschmiede Götz Kubitscheks in Schnellroda und weiteren rechten Strukturen.
Nur wenn die Aktionsfelder, ihre Überzeugungen und die extrem rechten Akteure an sich in die Öffentlichkeit gezerrt und analysiert werden, können wir Gegenstrategien entwickeln und ihre Handlungsspielräume eingrenzen. Der Infoabend will dazu einen Anfang machen.
Die Rolle Osnabrücks und Umgebung
Auch wenn die AfD in Osnabrück selbst Schwierigkeiten hat Fuß zu fassen, Osnabrück ist beim Aufbau der Parteijugend nicht irrelevant. Mehrere auf bundes- und niedersächsischer Ebene aktive Figuren kommen aus Osnabrück und Umgebung:
So ist bspw. mit Adrian Maxhuni ein langjähriges AfD-Mitglied aus dem Osnabrücker Landkreis (Gehrde) bei der Neugründung der „Generation Deutschland“ in Gießen vergangenen Jahres zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt worden. Den JA-Landesverband Niedersachsen hatte er bis zu dessen Auflösung 2018 geleitet. Maxhuni ist bundesweit vernetzt und arbeitet seit Jahren am Aufbau der AfD-Parteijugend, unterstützt wird er dabei von Marcel Queckemeyer (MdB) von der AfD Osnabrück Land.
Auch an der Universität beginnen die Nachwuchsfaschisten ihre politische Betätigung auszuweiten und sind dabei eng verzahnt mit der Burschenschaft Arkadia Mittweida.
Bundeweit relevante Kader der extremen Rechten kommen aus Osnabrück und dem Umland, vernetzen sich und bauen derzeit noch möglichst unter dem Radar der Zivilgesellschaft ihre Strukturen aus.
Den lokalen Vertretern schwebt eine gesellschaftliche Umwälzung hin zum völkisch-nationalistischen Autoritarismus vor, welche sie auf unterschiedlichen Ebenen voranzutreiben versuchen. Vollmundig kündigte Maxhuni an, auch in Niedersachsen lokale Ableger der „Generation Deutschland“ gründen zu wollen. Dass er hierbei auch Osnabrück und den Landkreis im Blick hat, gilt als sicher.
In dem auf bundesweiten Recherchen und Aufdeckungen von Netzwerkstrukturen basierenden und mit journalistischer Unterstützung ausgearbeiteten Vortrag werden zum einen die Struktur, inhaltliche Ausrichtung und die Funktion der neuen AfD-Parteijugend herausgearbeitet. Zum anderen werden die Osnabrücker Strukturen & Figuren beleuchtet.
Der Infoabend will somit einen Beitrag leisten, um einer zukünftigen Gründung von Ablegern der Parteijugend in und um Osnabrück schon jetzt einen möglichst schweren Start zu bescheren.
Wenn extreme Rechte sich aus der Deckung trauen, stehen wir zusammen und machen ihnen jeden Raum streitig.
Wann?
28.04.2026, 19:00 Uhr
Wo?
Lagerhalle, Spitzboden
Rolandsmauer 26
49074 Osnabrück
17. April 18:00 Uhr, Volkshochschule Bergstr. 8
Vortrag-Nachhaltige-Ernaehrung-als-oekologischer-Big-Point
Am Dienstag, 05.05.26 laden die Osnabrücker „Psychologists for Future“ im Haus der Jugend zu einem Klimacafé ein.
Die Klimakrise betrifft uns alle – als Gesellschaft und ganz persönlich. Dabei gehen Menschen sehr unterschiedlich damit um. In unserem Klimacafé möchten wir gemeinsam darüber ins Gespräch kommen: Welche Gedanken, Gefühle und Reaktionen entstehen bei uns im Zusammenhang mit der Klimakrise? Und wie können wir einen guten Umgang damit finden?
Im Mittelpunkt steht der offene Austausch – mit Raum für verschiedene Perspektiven, Fragen und Erfahrungen. Gemeinsam schauen wir, was uns im Alltag stärken kann im Umgang mit globalen Herausforderungen.
Wann: 05.05.2026, 19:00 Uhr, Ende ca. 20:30 Uhr
Wo: Haus der Jugend, Große Gildewart 6–9, 49074 Osnabrück
Wer: alle Interessierten
Die Psychologists for Future Osnabrück laden ein, unterstützt durch Osnabrück klimaneutral.
Als Psychologinnen und Psychotherapeutinnen bringen wir unser Fachwissen ein, um eine nachhaltige Zukunft zu fördern. Dabei geht es uns insbesondere um:
– die Förderung von Bewusstsein, emotionalem Umgang und konstruktivem Handeln im Kontext sozial-ökologischer Krisen
– die Unterstützung von Klima-Engagierten und -Gruppen
– den Schutz von Demokratie und die Förderung gesellschaftlichen Zusammenhalts
Bei Fragen meldet euch gerne bei uns unter: [osnabrueck@psychologistsforfuture.org](mailto:osnabrueck@psychologistsforfuture.org)
Insta: https://www.instagram.com/p/DWMSXI7jMXI/



